Dirk Heinrichs
Dirk Heinrichs

Sprache gegen Gewalt e.V.

Das Selbstwertgefühl von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zu stärken und die kreativen Möglichkeiten der eigenen Lebensgestaltung eröffnen, ist eines der Ziele von SPRACHE GEGEN GEWALT e.V. Wenn wir ein Zusammenleben der Gegensätze in gegenseitigem Respekt erreichen wollen, müssen wir als Gesellschaft, die Regeln des Miteinanders vermitteln, als Vorbilder fungieren und emotionalen Rückhalt gewährleisten.

Wir erleben das sprachliche Verkümmern der Gesellschaften. In der Folge treten Gewalt, Identitätslosigkeit und soziale Auflösungstendenzen in Erscheinung.

Über die Ursachen – Versäumnisse in der Erziehung, falsche Vorbilder, Migration ohne heimisch zu werden, steter Sozialabbau und bildungspolitische Versäumnisse – lässt sich debattieren, aber Handeln ist angemahnt. Denn, wenn Sprache zu einem Geröchel verkommt, wird die Sprachlosigkeit durch Gewalt ersetzt. Und die findet überall dort ihren Ursprung, wo Menschen Benachteiligung empfinden und sich selbst als bedeutungslos betrachten, angesichts einer Welt, die scheinbar den Einzelnen nicht mehr braucht.

Dagegen vermittelt SPRACHE GEGEN GEWALT e.V. individuelle Lösungsansätze zur erfolgreichen und gewaltfreien Kommunikation des jeweiligen Bedürfnisses. Denn spielerischer Umgang mit Sprache bedeutet auch spielerischen Umgang mit dem eigenen Selbstbild zu erlangen. So wird Neid auf den vermeintlich Besseren ebenso überflüssig, wie das Imitieren falscher Vorbilder.

Gewalt wird immer nur von einer Minderheit ausgeübt. Daher muss die Mehrheit zum einen dahingehend sensibilisiert werden, dass sie den Begriffen Zivilcourage und Verantwortung wieder zu individuellem Stellenwert verhelfen. Zivilcourage bedeutet, Hinsehen als Haltung erkennen zu lassen, die zum Handeln führt, ohne sich dabei in Gefahr zu bringen.

Und zum anderen geht es darum, der Gewalt das sie nährende Milieu von Verdunkelung, Tabuisierung und Einschüchterung durch öffentlich machen zu entziehen.

Es geht nicht um Brandmarkung, sondern um die Konfrontation von Täter und Tat.

Um diese Zielsetzungen zu realisieren, ist der wirkungsvolle Einsatz von Sprache das herausragende Mittel, denn durch sie lassen sich die Probleme benennen und Lösungen aufzeigen. Es geht um nicht weniger, als um die Wiederbelebung des Miteinanders.

Die sinkende Hemmschwelle und die erhöhte Gewaltbereitschaft in alltäglichen Konfliktsituationen zeigen das sich auflösende Miteinander überdeutlich an.

Dagegen versteht sich SPRACHE GEGEN GEWALT e.V. als präventive Maßnahme, bei der Hilfe zur Selbsthilfe geleistet wird. Wir können und müssen Anregungen und Alternativen zeigen, doch den Weg zu einem friedvollen Miteinander muss jeder in sich gehen. Sprache ist die kulturelle Schnittstelle einer sich wandelnden Gesellschaft und Kultur ist das Fundament des Miteinanders.

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